{"id":3081,"date":"2015-09-17T20:29:21","date_gmt":"2015-09-17T18:29:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.litter.me\/wp\/?p=3081"},"modified":"2015-10-27T07:27:37","modified_gmt":"2015-10-27T06:27:37","slug":"asien-ii-shanghai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.litter.me\/?p=3081","title":{"rendered":"Asien II &#8211; Shanghai"},"content":{"rendered":"<p>N\u00e4chster Stop meiner kurzen Reise nach Asien: Shanghai. Auch hier wohnte ich sehr zentral in einem Hotel (Pudong) direkt Gegen\u00fcber von The Bund. Auch in Shanghai wurde ich am Flughafen abgeholt, allerdings war der Empfang hier weniger herzlich und sehr distanziert. Ebenso war die englische Sprache schon bei meinem extra bestellten Taxifahrer ein Problem, aber wir konnten uns dann doch ganz gut verst\u00e4ndigen.<!--more--><\/p>\n<p>Auf dem Weg in die Innenstadt fielen gleich Unterschiede zu Japan auf: sehr bereite Stromtrassen laufen direkt auf Downtown zu. Wohnviertel oder H\u00e4user k\u00f6nnen die Stromautobahn weder aufhalten noch umleiten. Auch in Pudong wird schnell die unglaubliche Wachstumsgeschwindigkeit ohne R\u00fccksicht auf umliegende H\u00e4user oder Menschen sichtbar. Die Wolkenkratzer schie\u00dfen neben kleinen H\u00e4uschen wie Pilze aus dem Boden. \u00dcberall wird gebaut und wenige Stra\u00dfen neben dem modernsten Geb\u00e4ude liegt der M\u00fcll indem Stra\u00dfen und die Stromverkabelung \u00e4hnelt der in Havanna (Kuba). Gro\u00dfe Kontraste \u00fcberall wo man hinsieht\u2026 aber trotzdem unglaublich beeindruckend. Die Skyline von Shanghai und die zugeh\u00f6rigen Geb\u00e4ude sind wirklich eine Klasse f\u00fcr sich und auch die traditionellen Gebiete wirken besonders zwischen den hohen Wolkenkratzern absolut unwirklich. Der Jing\u2019an Tempel inmitten der Innenstadt besticht durch seinen perfekten Zustand und seine Gr\u00f6\u00dfe\u2026 inkl. goldener D\u00e4cher und Ruhe. Der Duft von R\u00e4ucherst\u00e4bchen liegt in der Luft, Menschen beten in der weitl\u00e4ufigen Anlage und man vergisst dass man in Mitten einer Millionenstadt steht (zumindest solange man nicht nach oben sieht ;-)). Ein weiteres must-see ist Yu Garden, ein traditionelles Viertel mit innenliegendem chinesischen Garten der Superlative. Alte Holzh\u00e4user traditioneller chinesischer Architektur und eine Gartenanlage die einen permanent zum Staunen bringt. Ebenfalls ein Ruhepol im Kontrast zu The Bund oder der gegen\u00fcberliegenden Uferseite in Pudong mit den ber\u00fchmten Geb\u00e4uden (bspw. Shanghai Tower oder das World Financial Center in Form eines Flaschen\u00f6ffners). Etwas sehr hektisch geht es in der Bahn zu, die Menschen sind sehr r\u00fccksichtslos, fast schon unversch\u00e4mt. Hier wartet keiner, es schaut sich keiner um und es gilt nur ein Grundsatz: ich vor dir. Das setzt sich auch an der Oberfl\u00e4che fort, teilweise werden Autos auf Gehwegen gefahren und die Elektroroller bahnen sich mit Kontakt den Weg durch die Menschen auf den Fu\u00dfwegen. Sehr stressig, umsomehr lernt man schon nach wenigen Stunden die G\u00e4rten und Parks zu sch\u00e4tzen.<br \/>\nAuf dem h\u00f6chsten Observatorium im 102. Stock des Financial Centers bietet sich ein sehr eindrucksvoller Blick \u00dcber die Stadt. Leider ist das Ambiente absolut uneinladend. Man erwirbt den Zugang zu drei Plattformen und wird einfach nur durchgeschleust. Kaum M\u00f6glichkeiten zum Sitzen oder rasten, einziges Ziel: m\u00f6glichst viele Menschen durchschleusen. Die Wartezeit betr\u00e4gt am Wochenende etwa 2-4 Stunden, ich hatte die M\u00f6glichkeit unter der Woche zu kommen\u2026 ohne warten *g* und dann kann man auch mal etwas stehen bleiben. Die Bar oben ist gelinde gesagt ein Witz. Teuer und dreckig, aber wenns Dunkel wird sieht man das ja nicht mehr wirklich.<br \/>\nDas Essen ist anders als in Japan, wir hatten die Gelegenheit einiges zu probieren, inkl. Quallen, Bullenfr\u00f6schen, schwarzer Tofu, diverse Fische und V\u00f6gel die man noch deutlichst erkennen konnte. Sehr gut, aber ich mochte das japanische Essen lieber. Eventuell haben wir hier die falschen Gerichte gew\u00e4hlt, ich hoffe dass wir in Deutschland oder China bei meinem besten Freund und seiner chinesischen Freundin noch einmal in den Genuss kommen und eine etwas andere Auswahl genie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ist zu sagen, dass auch Shanghai eine wirklich sehr beeindruckende Stadt mit positiven und negativen Seiten ist. Wohler habe ich mich in Japan gef\u00fchlt, das mag auch an der etwas strukturierteren Betreuung liegen. Die Unterschied der Menschen ist jedoch deutlich sp\u00fcrbar. Hier ist sich jeder selbst der N\u00e4chste, die Tischmanieren im Restaurant sind f\u00fcr Europ\u00e4er nur schwer akzeptabel. Auch das f\u00fcr mich sehr ungesunde Wachstum mit dem Grundsatz \u201ekoste es was es wolle\u201c hinterl\u00e4sst einen nicht immer positiven Beigeschmack. Etwas mehr Nachhaltigkeit und bewussterer Ressourceneinsatz erscheint hier nicht unsinnvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N\u00e4chster Stop meiner kurzen Reise nach Asien: Shanghai. Auch hier wohnte ich sehr zentral in einem Hotel (Pudong) direkt Gegen\u00fcber von The Bund. Auch in Shanghai wurde ich am Flughafen abgeholt, allerdings war der Empfang hier weniger herzlich und sehr distanziert. 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