Amsterdam

Nächste Station: Amsterdam. Neben der üblichen Tour durch die Innenstadt und die Grachten sehen wir uns noch einen ganz besonderen Stadtteil in Amsterdam Nord an.

Nun, das Stadtbild von Amsterdams Innenstadt ist immer eine Reise wert. Jeder der schon einmal hier war weiß, dass man hier im Schmelztigel unzähliger Nationen in der historischen Altstadt vieles entdecken kann. Es gibt quasi nichts was es nicht gibt… nur seit meinem letzten Besuch definitiv mehr Regenbogenfarben. Wir schlendern durch die Straßen, über den (wiedermal) nur fast spektakulären Blumenmarkt durch die Grachtengassen und bewundern die wirkklich sehr schönen Häuser, essen an ein paar Ecken etwas und stellen vor Allem eins fest: es ist scheißheiß. Selbst die Bootsrundfahrten machen Pause und befördern am Nachmittag keine Passagiere, aufgrund der Temperaturen. Schade, denn genau das wollten wir (und besonders Vinci) eigentlich noch machen. Naja, ein andermal.

Mit der Straßenbahn fahren wir noch etwas planlos umher und schauen aus dem Fenster, bevor es dann wieder Richtung Campingplatz geht. Unser kleiner Mann ist wirklich sehr sehr tapfer gelaufen, aber ohne etwas Tragen auf meinen Schultern geht es doch noch nicht. Etwas Training ist ja nie verkehrt… ;-).

Nach einer etwas unruhigeren Nacht machen wir uns auf den Weg nach Amsterdam Nord, um ein sehr interessantes Stadtviertel zu besuchen: NDSM. Nach einem Tipp fahren wir dorthin und sind wirklich begeistert. Ein komplettes Stadtviertel auf dem Areal der ehemals größten Werft Europas mit Wohnungen, tollem industriellen Flair und vor Allem: Kunst und dem Geruch von Kreativität und Freiheit. Der Besuch im STRAAT ist Pflicht, es gibt wirklich sehr sehr imposante und außergewöhnliche Street-Art zu begutachten. Passend ist auch die Location in einer Werfthalle, die noch Kräne und andere Relikte aus der Werft-Zeit beinhaltet. Mich als zugegebenermaßen nicht so Kunst-Affinen hat die Sammlung wirklich beeindruckt. Wenngleich ich in Ölschinken und Landschaftsmalerei wenig „Sinn“ sehe, so transportieren hier viele Werke eine Geschichte, eine für mich verständliche Botschaft. Wer sich schwer tut in uralten Portraits oder auch bekannten Werken einer Blumenwiese oder anderweitigen, im Allgemeinen als “hohe Kunst“ titulierten Objekten das zu sehen was in der Bildunterschrift (oder im Begleittext steht) dem empfehle ich einen Besuch hier. Mich haben viele der Werke wirklich erreicht und nachhaltig beeindruckt.
Natürlich geht es weiter, in der Nebenhalle finden sich Werkstätten und Ateliers, Restaurants… und und und. Schaut vorbei und lasst euch auch beeindrucken!

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